Hundstage: Roman

By Walter Kempowski

"Hundstage" - die heißesten Tage des Sommers. Diese Zeit will der Schriftsteller Alexander Sowtschick auf seinem schönen Anwesen in Norddeutschland verbringen. Allein, ohne seine Ehefrau und ganz auf sein neues Werk konzentriert. Aber die geplante Idylle wird gründlich gestört: Es kommt zu einer Reihe unvorhergesehener Ereignisse - bis hin zu einem Mord. Und Alexander Sowtschick nähert sich immer mehr den Abgründen der eigenen Seelenlandschaft.

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Runaway Vampire: An Argeneau Novel (Argeneau Vampire)

Buckle up—the argeneaus are again in a horny, witty new novel from manhattan instances bestselling writer Lynsay SandsDante Notte has heard it acknowledged that love hurts. He simply wasn’t waiting for it to run him over in an RV. nonetheless, a punctured lung and damaged ribs are not anything in comparison to the full-body surprise he feels at any time when he’s close to the vehicle’s driving force, Mary Winslow.

The First Phone Call from Heaven: A Novel

“A superbly rendered story of religion and redemption that makes us imagine, consider, and hope—and then doubt after which think, as in basic terms Mitch Albom could make us do. ”—Garth Stein, writer of The paintings of Racing within the RainOne morning within the small city of Coldwater, Michigan, the telephones commence ringing. The voices say they're calling from heaven.

Carrie

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Nacht, Kinder! » rief Alexander, so wie er es früher bei Schitti und Klößchen gerufen hatte. Gern hätte er ihnen einen sanften Stirnkuß hingehaucht oder gar einen empfangen. Er wußte, wenn er lange genug darauf verzichten würde, dann bekäme er ihn eines Tages ganz von selber. Das Ferkel im �Fron-Hus» hatte schließlich auch einen Kuß bekommen. Er würde zwischen den Mädchen sitzen, auf dem couch, in jedem Arm eine, und ihnen die Ohrläppchen reiben. guy muß nur ein wenig Geduld haben, sie kommen lassen und nicht hinter ihnen herschmieren, dachte Sowtschick. Je länger er warten würde, desto wüster würde dann das Ende sein. So warfare es jedenfalls in Santa Barbara gewesen bei Freddy, dem wilden Mädchen. Eine Weile saß Sowtschick noch da und lauschte den Duschgeräuschen und dem Türenknallen. Schließlich trat Ruhe ein. Er ließ die Hunde kurz raus, räumte die Gläser weg, an denen Fingerabdrücke und Lippenspuren auszumachen waren, faltete die noch körperwarmen Decken zusammen und schlug die Kissen auf (das würde guy den beiden schon noch beibringen, daß sie nicht alles herumliegen ließen). In der Küche struggle die Spülmaschine einzuräumen – kein challenge. Standuhr aufziehen, lüften. Aus. Sowtschick stieg hinauf in die Fluchtburg, pedantisch alle Glöckchen schüttelnd, die in seinem Weg hingen, um den Mädchen in ihren Zimmern zu zeigen, wie guy das eigentlich machen muß, das Klingeln, damit es auch Zweck hat. Er murkste noch ein wenig herum in seinem Kabuff. Vor sich hin redend packte er zwei Ölgemälde aus, winzige Formate, Landschaften, Pendants, schon vor Wochen gekauft, Sommer und wintry weather darstellend – vielleicht würde er auch noch den Frühling irgendwo ergattern? �Der Herbst kommt von selber. » Es battle noch Tagebuch zu schreiben. �An Marianne gedacht. � Die Sache mit den Euro-Schecks, in der Familie �Unsro»-Schecks genannt, daß sie das ziemlich schnell mitgekriegt hatte, wie guy diese Dinger einsetzt, trotz oft beklagter Lebensfremdheit. Doch ihre partielle Bescheidenheit battle erhalten geblieben, Gott sei Dank. Sowtschick ging hinüber ins Schrankzimmer und öffnete Mariannes Abteilung. Grüne Anti-Motten-Faltblätter hingen über den Kleidungsstücken guter und schlechter Tage. Etwas leichenhaft struggle das alles. Blusen mit Blümchen versehen, gepunktet und uni, jede Menge Röcke, meist erfreulich eng, an speziellen Bügeln aufgehängt, dann die Kleider, angoraartige Strickangelegenheiten, weniger von Interesse, eine durchbrochene Sache, mit der Aufsehen erregt worden struggle, Indisches und allerhand Labberiges. Daneben hing noch immer jener Mantel von 1946 mit den großen Holzknöpfen, der getragen worden warfare, damals, auf dem Hauptbahnhof, als er da angereist kam mit nichts in der Tasche als ein paar Machorka-Krümeln. Unsere Liebe ist ewig, dachte Sowtschick, und eine Dankesträne trübte seinen Blick. Er setzte sich wieder an sein Tagebuch. Nun mußte auch etwas über die Mädchen eingetragen werden. Am besten sachlich bleiben: �Mit Adelheid und Gabriele hot geworden. » Das singende, springende Löwenheckerchen und die Kanalschwimmerin … Wie schön wäre es, wenn jetzt eines der Mädchen hier bei ihm läge, ihren Kopf auf seiner Schulter.

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